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RICKMERS REISMÜHLE BREMEN
Wettbewerbsbeitrag
Jahr: 2025
Typ: Wohnen
Größe: 12.500 BGF
Ausloberin: ParkQuartier Weserinsel GmbH
Auf dem Grundstück der ehemaligen Rickmers Reismühle entsteht das nächste Puzzlestück der Quartiersentwicklung Überseestadt in der Hansestadt Bremen. Die direkte Wasserlage an der Weser sowie die erhaltenswerten Bestandsgebäude der Reismühle wirken dauerhaft Ortsprägend und erzählen von der maritimen und industriellen Geschichte des Ortes. Unser Entwurf möchte durch gezielte Bezüge in Form und Materialität das Bestehende ergänzen und die bedeutsame Geschichte des Ortes fortschreiben.
Der städtebauliche Entwurf sieht vier unterschiedlich hohe Häuser vor, welche sich entlang der Uferlinie des Flusses aufreihen. Ein leichtes Einrücken der Gebäudeecken betont die Vertikalität der Baukörper, diese wirken dadurch schlanker und erfahren eine stärkere Einbettung zwischen den Baumkronen der Freiraumplanung. In Ihrer Silhouette erinnern die Häuser an die “Dalton Brüder” aus der berühmten Comicserie des belgischen Autors Morris.
Der Entwurf sieht zwei Haustypen vor, denen eine rationale Struktur zu Grunde liegt in der
unterschiedliche Wohnungstypen frei miteinander kombiniert werden können. So kann je nach Wohnform frei entschieden werden, welcher Wohnungsmix Anwendung finden soll. Auch die Anordnung immer gleicher Wohnungstypen ist möglich, so können beispielsweise ausschließlich Kleinstwohnungen kombiniert werden, um so eine Nutzung als Wohn- oder Pflegeheim zu ermöglichen.
Diese Struktur basiert auf einem einfachen 4x4 Meter Raster, wodurch unterschiedliche, ca. 15qm große Raummodule entstehen. In der Kombination der Module ergeben sich in der Folge Wohnungsgrößen von 30, 45, 60, 75 und 90 Quadratmetern. In Größe und Ausstattung befinden sich damit alle Wohnungen innerhalb der Förderrichtlinien.
Dieses rationale und umlaufend gleichbleibende Achsmaß ermöglicht in den Regelgeschossen äußerst ökonomische Bauteilspannweiten und einen hohen Wiederholungsgrad von Bauteilen, Raummodulen und Fassadenelementen. Im Sockelbereich löst sich die Tragstruktur.
Die Fassaden beider Häuser machen die rationale Struktur der Häuser nach außen sichtbar.
Dalton 1 orientiert sich in seiner Materialität an den mit Klinker ausgefachten Bestandsgebäuden der ehemaligen Reismühle. Dabei werden je zwei Achsen zu einem Fassadenmodul zusammengefasst, in Kombination mit breiten Fenstern und einer niedrigen Brüstung entstehen liegende Formate, die das Haus im Gesamten etwas kompakter wirken lassen.
Die Fassaden von Dalton erinnern abstrakt an die leichten Vorhangfassaden des abgängigen Bestandsgebäudes. Sie erhalten ebenfalls eine vorgehängte Fassade, allerdings aus farbigen Paneelen. Diese sind in einem sanften Neigungswinkel montiert, es entsteht ein leichtes Schatten- und Lichtspiel auf den konstruktiv einfach gehaltenen Fassaden. Das Dach wird konstruktiv als Flachdach konzipiert und wird ebenfalls in einem leichten Winkel ausformuliert. Die Gebäude erhalten dadurch einen zum Fassadenbild passenden Dachabschluss, als Nebeneffekt wird die Belichtung tiefer liegender Grundrissbereiche ermöglicht.
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